582. Cranger Kirmes

We were amused

Rund 3,8 Millionen Besucher werden die 582. Cranger Kirmes besucht haben, wenn der Rummel heute Abend nach dem Abschlussfeuerwerk langsam zu Ende geht.

Diese Prognose gaben die Veranstalter bei der heutigen Abschlusspressekonferenz. Bei bestem Kirmeswetter füllten am letzten Kirmestag schon vor der Öffnung der Buden und Fahrgeschäfte Besucherscharen den Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal. Veranstalter, Schausteller und Vertreter von Polizei, Feuerwehr und DRK ziehen eine positive Bilanz der Kirmes. „Wir hatten eine friedliche und schöne Kirmes mit einer gelösten und sehr lockeren Stimmung“, freut sich Kirmesdezernent Johannes Chudziak, Stadt Herne.

Der Familientag am Mittwoch, 9. August, hätte durchaus eine bis zwei Stunden länger dauern können, wenn man sich den um Mitternacht immer noch sehr gut gefüllten Platz vor Augen führt. „Der Kirmesmontag war herausragend und auch der 11. Tag hat sich bewährt“, berichtet Chudziak. Die Veranstalter freuten sich, dass das neue Festzelt „Glück auf Crange“ so gut angenommen wurde. Chudziak sprach von einer „gelungenen Premiere“: „Fast jeden Abend feierten die Besucher in ausgelassener Partystimmung auf den Tischen.“ „Bei den Fahrgeschäften ist die Neuheit Infinity sehr gut angekommen und ständig voll gefahren“, so Werner Friedhoff, Stadt Herne, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung und Sport. Lediglich die dreieinhalb Regentage hätten die Stimmung etwas gedrückt und den Kinderfahrgeschäften die Gewinne geschmälert. Von den Besuchern habe es positive Rückmeldung zum Einsatz der Polizei gegeben: „Schön, dass keine schwerbewaffneten Polizisten an den Betonpollern standen“, so Friedhoff, der die Stimmung wie folgt wiedergibt: „Wir freuen uns über diese ruhige und fast schon entspannte Kirmes.“

Gut eingespielte Zusammenarbeit

Der Veranstalter bedankte sich für die gut eingespielte Zusammenarbeit mit DRK, Feuerwehr und Polizei. Das Sicherheitskonzept habe gegriffen. „Durch einen angemessenen Kräfteeinsatz haben wir Sicherheit hergestellt und allen Besuchern ein Sicherheitsgefühl gegeben“, berichtet Uwe Hillen, Assistent des Polizeiführers. „Dank der mobilen Videobeobachtung konnten wir reagieren, als z. B. Rockergruppen den Platz betreten hatten“, so Hillen mit Hinweis auf eine beweissichere Strafverfolgung.

Feuerwehr und DRK

„Die neue Einsatzleitung von der Schleuse aus hat sich bewährt und es ist alles gut gelaufen,“ resümiert Ralf Radloff von der Berufsfeuerfeuer Herne. „Ab und zu wurde aus dem Jäckchenwetter ein Regenjäckchenwetter; am Ende liegen wir bei durchschnittlichen Einsatzzahlen“, so Radloff weiter. Die Einsatzstatistik der Feuerwehr verzeichnete bis Sonntagmittag insgesamt 40 Rettungsdienstliche Einsätze und einen kleinen Brandeinsatz an einem Elektrounterverteiler; dieser hatte angefangen zu schmoren. Der Einsatz konnte nach etwa einer halben Stunde erfolgreich beendet werden, das defekte Gerät wurde schnell ausgetauscht.

„Bis zum Sonntagmorgen hatten wir vom DRK insgesamt 388 Hilfeleistungen verzeichnet“, schildert Rainer Weichert, Wachleiter DRK Herne/Wanne-Eickel. In 143 Fällen handelte es sich um Kleinst­versorgungen, 119 Besucher fanden selbst den Weg zur Sanitätswache, 123 Personen wurden ins Krankenhaus befördert, 3 vermisste Personen wurden gesucht und gefunden.

„Die Wanne-Eickeler leben für ihre Kirmes, das ist einzigartig“, so Albert Ritter

„Wenn wir am elften Tag von einer fröhlichen und friedlichen Kirmes sprechen können, dann ist das ein voller Erfolg“, so Albert Ritter. Nur die beiden großen verregneten Kirmessamstage spürten die Schausteller in der Kasse. Der Rückhalt und das Miteinander seien auf Crange stets sehr groß. Die ersten Reservierungen für 2018 sind bereits eingegangen und aus Schaustellersicht dürfe der erste Tag im nächsten Jahr gerne schon vor 18 Uhr beginnen, damit die Kinder auf ihre Kosten kämen.

Crange-Erlebnisse und Crangepässe

Die exklusiven „Crange Erlebnisse“ wurde von den Kirmesbesuchern auch in diesem Jahr gut angenommen. Von den über 300 Buchungen kamen 60% der Teilnehmer aus Herne, 35 % aus dem übrigen Ruhrgebiet und 5% von außerhalb. Durch das neue Angebot „So geht Kirmes“ konnten insbesondere bei den Führungen mehr Buchungen verzeichnet werden. Neue Formate sind bereits in Planung. Auch die Crangetaler bleiben ein Erfolgsmodell. Die 15.000 Schlemmerpässe waren in nur eineinhalb Tagen ausverkauft. Bei den Fahrpässen gingen insgesamt rund 12.000 Hefte über die Theke. Der Service bei Verkauf und Onlinebuchung wird im nächsten Jahr verbessert.

Die 583. Cranger Kirmes beginnt wieder am ersten Donnerstag im August und dauert vom 2. bis zum 12. August.

Fotos: Stadtmarketing Herne GmbH, Markus Reddig

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